Viel gesehen, viel gelaufen, viel erlebt
Berlin-Exkursion der KS 1
Berlin ist eine Stadt, in der man sich die Füße plattlaufen kann. Das erfuhren wir während unserer dreitägigen Reise, bei welcher wir viele Denkmäler besucht und Programmpunkte abgehakt haben: das Brandenburger Tor, das Holocaust-Denkmal, die East Side Gallery, das jüdische Museum, das Abgeordnetenhaus, den Bundestag, das Tempelhofer Feld und vieles mehr.Am frühen Morgen des 14.4.2026 um 6.00 Uhr begann unsere Kursexkursion des Gemeinschaftskunde- und Wirtschaftskurses mit Herrn Reinhard und Frau Spahr nach Berlin. Die lange Zugfahrt mit der deutschen Bahn startete pünktlich und erwies sich, zum Entzücken von Herrn Reinhard, unproblematisch. Nachdem alle Beteiligten in den Zimmern des Hotels Messe am Funkturm untergebracht waren und es eine Stärkung beim Dönerladen gegeben hatte, brachen wir auf in die Innenstadt.
Wie fast jeder Besucher waren wir von der Architektur des Holocaust-Mahnmals, in welchem man sich verliert und zunehmend kleiner fühlt, beeindruckt. Lange Fußmärsche waren nur unterbrochen von S-Bahn- oder U-Bahnfahrten, die in Berlin einer Expedition ähneln und uns mehrmals auf die Probe stellten.
Der Morgen des zweiten Tages begann um 8.30 Uhr. Nach einem Frühstück am kleinen, von Sonne getränkten Lietzensee, brachen wir zur East Side Gallery auf. Die East Side Gallery ist ein erhaltener Teil der ehemaligen Berliner Mauer. Nach deren Fall im Jahr 1989 wurde dieser Abschnitt nicht abgerissen, sondern von Künstlern aus aller Welt bemalt.
Unser nächster Programmpunkt führte uns ins jüdische Museum, welches die Geschichte, Kultur und Gegenwart jüdischen Lebens in Deutschland vermittelt und dabei viele persönliche und historische Einblicke zeigt. Die Architektur des Museums unterstrich die Ausstellung außergewöhnlich gut, jedoch war für viele von uns der "Der Holocaust Tower", ein hoher, dunkler Raum ohne Heizung oder angenehme Akustik, dass wohl beeindruckendste Ausstellungsstück.
Das Paul-Löbe Haus, welches wir zunächst 45min von außen betrachteten (Man hatte vergessen, uns reinzulassen) beherbergt Büros und Sitzungssäle des Deutschen Bundestages. Dort arbeiten Abgeordnete und Ausschüsse, die Gesetze vorbereiten und politische Themen beraten. Leider war unser geplantes Treffen mit Bundestagsabgeordneter Isabel Cademartori nicht möglich, was zunächst zu viel Verdruss führte. Nichtsdestotrotz war die Konversation bzw. Fragerunde mit ihrer Büroleiterin sehr spannend und aufschlussreich.
Nach einigen Stunden Freizeit fanden wir uns vor dem Gebäude des Bundestages ein, um bei einer Plenardebatte teilzunehmen, die leider auch nicht stattgefunden hat, jedoch war die Besichtigung des Plenarsaals und die Erklärung der verschiedenen Positionen und Sitze trotzdem spannend. Der Abend endete auf der Kuppel des Bundestags mit einer herrlichen Aussicht auf Berlin bei Nacht.
Der dritte Tag, welcher den letzten auf unser Kursfahrt markierte, brachte gemischte Gefühle. Manche fanden die Stadt an sich sehr schön, andere teilten diese Meinung nicht, waren aber gern mit der Gruppe auf Kursfahrt unterwegs. Trotz müder Füße und Erschöpfung brachen wir ein letztes Mal auf, zum Tempelhofer Feld. Dies ist ein stillgelegter Flughafen, der, bedingt durch einen Bürgerentscheid, nicht bebaut wurde: ein wahres Wunder in Berlin. Nach einer lehrreichen Tour über das Gelände, teilte sich die Gruppe auf, um nochmal die letzte Chance zu nutzten Berlin auch noch selbst zu erkunden. Pünktlich trafen sich alle am Bahnhof, um die Rückreise anzutreten, welche, bedingt durch die kollektive Erschöpfung, eher ruhig verlief.
Berlin zu Fuß und per Bahn ist auf jeden Fall eine Reise wert - vor allem mit dieser Gruppe und den Lehrern!
Arthur Seeber, KS1

