Mit wir gegen die baut man kein Haus
Schon während des Herrichtens der Kapelle in den frühen Morgenstunden war die Vorfreude auf den am Abend stattfindenden Abiturgottesdienst groß.
In einem fulminanten Endspurt nach den Abiturprüfungen hatten sich Abiturient/-innen und Lehrkräfte zusammengetan, um ein letztes Mal gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Die Abiturient/-innen hatten sich das Motto ihres damaligen Einschulungsgottesdienstes „Du bist ein lebendiger Baustein am Ursulinen-Gymnasium“ gewünscht und lebendig, gefühlvoll und kreativ wurde dieser Gottesdienst dank vielfältiger Beiträge aller an der Schulgemeinschaft beteiligter.
Ein Sprichwort besagt: „Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen.“ Warmes Abendlicht schien durch die Fenster der voll besetzten Kapelle als die Feiergemeinschaft bestehend aus Abiturient/-innen und ihrem „Dorf“ der vergangenen 8 Jahre (Familienmitgliedern, Schulleitung, Lehrer/-innen und Sekretärinnen) das Ursulinen-Evergreen „Wagt euch zu den Ufern“ anstimmte. In der Lesung erinnerte uns Hannah Schultheis daran, dass Jesus Christus es ist, der unser Haus als Eckstein zusammenhält (Eph 2,13-22). Ciena Hirsch (Reli LK) griff in ihrer Predigt die Metapher des Steins wieder auf und betonte: „Wir können tragen. Wir sind stabile Steine im Haus Gottes. Wir haben gelernt einander zu tragen, füreinander zu sorgen und gemeinsam ein Haus zu bilden.“ Ebenso erinnerte sie daran, die Häuser der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit stets zu schützen, „sie sind keine Selbstverständlichkeit“. Sie resümierte: „Uns alle eint die Liebe, die Gott uns schenkt durch Jesus als lebendigen Eckstein. Unabhängig davon, ob wir den Eckstein gerade sehen, oder nicht. Er bleibt da und er hält das Haus zusammen.“
Nach Fürbitten, die von Schüler/-innen, Lehrer/-innen und Eltern vorgetragen wurden, verlas Elisa Ganz ein von Anna Martin verfasstes Intro zu dem Song „This is why we sing“.
„This is why we sing, why we share our voice, why we stand as one in harmony. Diese Worte handeln von Musik – und doch erzählen sie von etwas viel Größerem. Sie erzählen davon, wie aus vielen einzelnen Stimmen eine Gemeinschaft wird. Jeder von uns kam mit seiner eigenen Geschichte, seinen Stärken und seinen Unsicherheiten. Gemeinsam entstand daraus eine Harmonie. Nicht immer vollkommen – manchmal klang sie rau, manchmal spannungsreich, manchmal fast dissonant. Doch wie in der Musik findet auch die größte Spannung ihren Weg zurück in den Einklang. Genau das hat unsere gemeinsame Zeit ausgemacht.“
Im Anschluss an das Intro sangen Anna und Johannes Martin in einem Duett das Lied, während viele Zuhörende verstohlen zum Taschentuch griffen. Zum Abschluss des Gottesdienstes wünschte die Fachschaft Religion den Abiturient/-innen für ihre Zukunft Offenheit für Gottes Botschaft, auch wenn das Glaubensgebäude einmal krachend einstürzen sollte: „Gerade die Zusage, unabhängig von den eigenen Leistungen geliebtes Kind Gottes zu sein und damit einen unverlierbaren Wert zu besitzen, im Scheitern wieder aufgenommen zu werden, eine zweite Chance zu bekommen und sich selbst nicht der/die Nächste zu sein, steckt ungeheures Potenzial. Karl Rahner hat einmal gesagt, Gottes Antenne ist immer auf uns ausgerichtet, er kappt die Verbindung nicht. Es liegt also an uns, ob wir das Radio anschalten.“ Gute Wünsche Herrn Stöckls sowie ein von Herrn Claret vorgetragener Segen leiteten über in das von Anna Martin (Klavier/Trompete) und Cora Singer (Violine) vorgespielte Abschluss-Instrumentalstück.
Den lauen Sommerabend durften wir bei einem durch die KS I und Herrn Mlynek (Vereinigung der Freunde des Ursulinen-Gymnasiums) organisierten Sektempfang sowie ausgelassenen Gesprächen im wunderschönen Schulgarten ausklingen lassen.
Tanja Janicka
In einem fulminanten Endspurt nach den Abiturprüfungen hatten sich Abiturient/-innen und Lehrkräfte zusammengetan, um ein letztes Mal gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Die Abiturient/-innen hatten sich das Motto ihres damaligen Einschulungsgottesdienstes „Du bist ein lebendiger Baustein am Ursulinen-Gymnasium“ gewünscht und lebendig, gefühlvoll und kreativ wurde dieser Gottesdienst dank vielfältiger Beiträge aller an der Schulgemeinschaft beteiligter.
Ein Sprichwort besagt: „Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen.“ Warmes Abendlicht schien durch die Fenster der voll besetzten Kapelle als die Feiergemeinschaft bestehend aus Abiturient/-innen und ihrem „Dorf“ der vergangenen 8 Jahre (Familienmitgliedern, Schulleitung, Lehrer/-innen und Sekretärinnen) das Ursulinen-Evergreen „Wagt euch zu den Ufern“ anstimmte. In der Lesung erinnerte uns Hannah Schultheis daran, dass Jesus Christus es ist, der unser Haus als Eckstein zusammenhält (Eph 2,13-22). Ciena Hirsch (Reli LK) griff in ihrer Predigt die Metapher des Steins wieder auf und betonte: „Wir können tragen. Wir sind stabile Steine im Haus Gottes. Wir haben gelernt einander zu tragen, füreinander zu sorgen und gemeinsam ein Haus zu bilden.“ Ebenso erinnerte sie daran, die Häuser der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit stets zu schützen, „sie sind keine Selbstverständlichkeit“. Sie resümierte: „Uns alle eint die Liebe, die Gott uns schenkt durch Jesus als lebendigen Eckstein. Unabhängig davon, ob wir den Eckstein gerade sehen, oder nicht. Er bleibt da und er hält das Haus zusammen.“
Nach Fürbitten, die von Schüler/-innen, Lehrer/-innen und Eltern vorgetragen wurden, verlas Elisa Ganz ein von Anna Martin verfasstes Intro zu dem Song „This is why we sing“.
„This is why we sing, why we share our voice, why we stand as one in harmony. Diese Worte handeln von Musik – und doch erzählen sie von etwas viel Größerem. Sie erzählen davon, wie aus vielen einzelnen Stimmen eine Gemeinschaft wird. Jeder von uns kam mit seiner eigenen Geschichte, seinen Stärken und seinen Unsicherheiten. Gemeinsam entstand daraus eine Harmonie. Nicht immer vollkommen – manchmal klang sie rau, manchmal spannungsreich, manchmal fast dissonant. Doch wie in der Musik findet auch die größte Spannung ihren Weg zurück in den Einklang. Genau das hat unsere gemeinsame Zeit ausgemacht.“
Im Anschluss an das Intro sangen Anna und Johannes Martin in einem Duett das Lied, während viele Zuhörende verstohlen zum Taschentuch griffen. Zum Abschluss des Gottesdienstes wünschte die Fachschaft Religion den Abiturient/-innen für ihre Zukunft Offenheit für Gottes Botschaft, auch wenn das Glaubensgebäude einmal krachend einstürzen sollte: „Gerade die Zusage, unabhängig von den eigenen Leistungen geliebtes Kind Gottes zu sein und damit einen unverlierbaren Wert zu besitzen, im Scheitern wieder aufgenommen zu werden, eine zweite Chance zu bekommen und sich selbst nicht der/die Nächste zu sein, steckt ungeheures Potenzial. Karl Rahner hat einmal gesagt, Gottes Antenne ist immer auf uns ausgerichtet, er kappt die Verbindung nicht. Es liegt also an uns, ob wir das Radio anschalten.“ Gute Wünsche Herrn Stöckls sowie ein von Herrn Claret vorgetragener Segen leiteten über in das von Anna Martin (Klavier/Trompete) und Cora Singer (Violine) vorgespielte Abschluss-Instrumentalstück.
Den lauen Sommerabend durften wir bei einem durch die KS I und Herrn Mlynek (Vereinigung der Freunde des Ursulinen-Gymnasiums) organisierten Sektempfang sowie ausgelassenen Gesprächen im wunderschönen Schulgarten ausklingen lassen.
Tanja Janicka

